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!!!Pflegegrade 1,2,3,4 und 5!!!

Dieses Thema wirft derzeit viele Fragen auf, Fragen, die beantwortet werden müssen.

 

„Welchen Pflegegrad bekommt mein Kind?“

„Müssen wir den Pflegegrad beantragen?“

„Wird das Pflegegeld gekürzt oder bleibt alles gleich?“

 

Wir möchten Sie unterstützen und einige oft gestellte Fragen beantworten. Aus diesem Grund halten Sie heute dieses Schreiben in der Hand.  Wir hoffen, wir können ein klein wenig Aufklärungsarbeit leisten. Sollten Sie dennoch nicht sicher sein was die neue Reform für Sie bedeutet, scheuen Sie sich nicht uns zu kontaktieren.

Das „Kleine Helden“ Team hilft Ihnen gerne weiter!

 

2017 – und was es so mit sich bringt…

 

Im Jahr 2017 steht eine Reform der Pflegestufen bevor. Dabei wird nicht mehr der Hilfebedarf bei bestimmten Verrichtungen gemessen, sondern der Grad der Selbstständigkeit. Dadurch entfällt die Erfassung von Minuten für den jeweiligen Hilfebedarf. Es wird einen neuen Begriff der Pflegebedürftigkeit geben, der geistige Erkrankungen mehr in den Vordergrund rückt.

 

 

Die Vorteile der Reform im Überblick:

  • stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse von Demenzkranken, dauerhaft psychisch erkrankten und/oder geistig behinderten Menschen.
  • mehr Geld für alle Leistungsempfänger
  • neue Begutachtungskriterien
  • Angleichen der Leistungen an die Preisentwicklung
  • insgesamt mehr verfügbare Gelder für die Pflege

Laut Bundesministerium für Gesundheit wird niemand durch die bevorstehende Pflegereform schlechter gestellt als zuvor.

 

Aus Pflegestufen werden Pflegegrade

Auch der Begriff der Pflegestufe ändert sich: ab 2017 heißen die Pflegestufen Pflegegrade. Die Abstufungen der Pflegebedürftigkeit werden neu vorgenommen, um den Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz gerecht zu werden. Diese bekommen ab 2017 den jeweils höheren Pflegegrad zugesprochen.

Allen Pflegebedürftigen, die bis 31.12.2016 eingestuft sind, werden ohne erneute Begutachtung die neuen Pflegegrade zugeordnet. Dabei gilt grundsätzlich: einfacher Stufensprung für Pflegebedürftige ohne eingeschränkter Alltagskompetenz und doppelter Stufensprung für pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz.

Was dies konkret bedeutet, zeigt nachfolgende Tabelle:

Pflegestufe Pflegegrad
Pflegestufe 0+ eingeschränkte Alltagskompetenz Pflegegrad 2
Pflegestufe 1 Pflegegrad 2
Pflegestufe 1+ eingeschränkte Alltagskompetenz Pflegegrad 3
Pflegestufe 2 Pflegegrad 3
Pflegestufe 2+ eingeschränkte Alltagskompetenz Pflegegrad 4
Pflegestufe 3 Pflegegrad 4
Pflegestufe 3+ eingeschränkte Alltagskompetenz Pflegegrad 5
Härtefall Pflegegrad 5

 

 

Welche Leistungen stehen Ihnen nun ab 2017 zu?

Laut Bundesministerium für Gesundheit sollen alle Pflegebedürftigen ab 2017 mehr Leistungen seitens der Pflegeversicherung erhalten.

Was dies konkret bedeutet, zeigt die nachfolgenden Tabelle:

 

  PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5
Geldleistungen ambulant 316 545 728 901
Sachleistungen ambulant 689 1298 1612 1995
Entlastungsbetrag ambulant(zweckgebunden) 125 125 125 125 125

 

 Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI

Anspruchsberechtigt sind Pflegebedürftige ab dem PG 2. Pflegegeld wird bis zu 6 Wochen hälftig weitergezahlt. Der Anspruch beträgt weiterhin 1612 € im Kalenderjahr für maximal 42 Kalendertage. Auch ist weiterhin ein Übertrag der der halben Kurzzeitpflege auf die Verhinderungspflege möglich.

Kurzzeitpflege nach § 42  SGB XI

Anspruchsberechtigt sind die PG 2 bis 5. Der Leistungszeitraum wird nunmehr eindeutig auf 8 Wochen festgesetzt. Die Leistungshöhe verbleibt bei 1612 € im Kalenderjahr, wobei die Aufstockung um die Mittel der Verhinderungspflege weiterhin möglich ist. Pflegegeld wird für bis zu 8 Wochen weitergezahlt.

Das Neue Begutachtungsassessment (NBA) im Überblick

Der Begriff „Neues Begutachtungsassessment“ NBA wirkt im ersten Moment vielleicht etwas abschreckend, allerdings steckt dahinter nicht mehr, als ein neues System der Begutachtung. Hier wird weiterhin bewertet, inwiefern der Pflegebedürftige in der Lage ist, seinen Alltag selbst zu gestalten, generell ist aber die Selbstständigkeit das neue Einstufungskriterium und das nicht „nur“ auf körperlicher Ebene, so wie es bislang der Fall war, sondern auch in Bezug auf die geistige Verfassung.

 

Was ist neu?

Die minutengenaue Zeitmessung wird im NBA nur noch eine kleine Rolle spielen. Der Pflegebedürftige wird ganzheitlich in Bezug auf seine Selbstständigkeit bewertet. Dies geschieht mit Hilfe eines Punktevergabesystems. Auf einer Skala von 0 bis 100 wird eine Einteilung in eine der fünf Pflegegrade vorgenommen (nur bei Erstbegutachtungen). Es werden folgende sechs Bereiche begutachtet:

  • Hilfen bei Alltagsverrichtungen – Wie viel Zeit wird für die alltäglichen Verrichtungen aufgewendet?
  • Psychosoziale Unterstützung – welcher Hilfebedarf besteht im Hinblick auf psychosoziale Unterstützung?
  • Nächtlicher Hilfebedarf – Wie viel Unterstützung ist während der Nacht nötig?
  • Präsenz am Tag – über welche Zeitspanne kann der Pflegebedürftige tagsüber alleine gelassen werden?
  • Unterstützung beim Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen – wie viel Unterstützung ist im Bereich der krankheitsbedingten Anforderungen (z.B. Medikamentengabe, Verbandswechsel etc.) notwendig?
  • Organisation der Hilfen – wer übernimmt die Hilfeleistungen? Gibt es Angehörige oder muss ein professioneller Pflegedienst in Anspruch genommen werden?

 

Und zum guten Schluss!!

Wenn bereits eine Einteilung in eine Pflegestufe vorliegt, geht die Neueinteilung automatisch von statten, das heißt, Sie als Eltern müssen sich um nichts kümmern. In allen anderen Fällen, müssen Pflegeleistungen von Ihnen persönlich beantragt werden. Bitte beachten Sie hier: Leistungen werden erst ab Datum (Monat) der Antragsstellung erbracht. Stellen Sie einen Antrag also frühzeitig. Der Besuch des MDK ist ausschlaggebend für die Einstufung. Auf Grundlage seines Gutachtens entscheidet die Pflegekasse, welchem Pflegegrad Ihr Kind angehört. Es ist also ratsam sich vorzubereiten! Sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie gerne.

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